Welche Gesundheitsrisiken bestehen?
Gesundheitsrisiken ergeben sich durch:
Legionellen:
Legionellen werden über die Athenwege aufgenommen und sind deshalb besonders bei Duschen von Bedeutung. Legionellen sind hauptsächlich im Warmwassersystem (inkl. Zirkulation) und in Boilern von Bedeutung.
Legionellose – das unterbewertete Risiko
Das wahre Ausmaß liegt im Dunkeln. Aktuelle Datenlage in Deutschland:
þEtwa 700.000 Pneumonien/a in D, ca. 3,8% Legionellen* als Ursache a 26.500 Erkrankungsfälle/a Sterblichkeitsrate etwa 10-14% >>
unabhängige Schätzungen gehen von bis zu 3.000 Tote/a aus!
þ
Immense Kosten für die Allgemeinheit (Behandlungskosten)
þIm Vergleich-2007: 4.970 Verkehrstote und 650 AIDS-Tote
Legionellen sind eine meldepflichtige Krankeit, warum nur Zahlen für die Erkrankung und keine über die Sterblichkeit veröffentlicht werden, muss kritisch hinterfragt werden.
* CAP-Netz Stiftung; Kompetenznetz – Ambulant erworbene Pneumonie
Fazit:
Die Öffentlichkeit ist verstärkt durch die Vermittlung von Risiken zu sensibilisieren, Technisch präventive Maßnahmen in Gebäuden sind konsequent umzusetzen.
Escherichia Coli ist ein Fäkalkeim. Wird als Darmkeim in großen Mengen ausgeschieden. Im Trinkwasser ein Hinweis für eine Verunreinigung mit menschlichen oder tierischen Ausscheidungen. E.coli ist temperaturempfindlich und somit hauptsächlich im Kaltwassernetz von Bedeutung.
Coliforme Keime:
Z.B. Citrobacter, Enterobacter usw., Vorkommen sowohl in der Umwelt als auch in der Darmflora, häufig in Sedimenten WWB (Warmwasser Boiler). Im Trinkwasser ein Hinweis für eine Verunreinigung. Coliforme Keime sind temperaturempfindlich und somit hauptsächlich im Kaltwassernetz von Bedeutung.
Pseudomonas aerugonosa:
Häufiger Infektionserreger bei Pneumonien, auch bei Wundinfektionen. Vorkommen in Trinkwassersystemen: Leitungsendstrecken, unsachgemäße Pressverbindungen. Pseudomonas aerugonosa ist temperaturempfindlich und somit hauptsächlich im Kaltwassernetz von Bedeutung. Kann auch über die Athenwege aufgenommen werden, häufiger Aufenthaltsort: Überläufe bei Wannen und Waschbecken.
Schwermetalle:
Kupfer:
Besondere Gefahren für Säuglinge, Leberzirrhose bei ständiger Nahrungszubereitung mit >2mg/l, akute Wirkungen wie Brechreiz, Bauchschmerzen. Kupferleitungen dürfen bei pH-Werten von >7,4 nicht verwendet werden (Kupferabbau).
Blei:
Chronische Vergiftungen, Nervosität, geistige Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Bleileitungen sind nur noch in seltenen Fällen verbaut, bei älteren Gebäuden jedoch möglich.
Nickel:
Sehr hohe Aufnahmen führen zu Darmbeschwerden und eventuell Hirnschäden, in erwartbare Konzentrationen kein toxisches Potential. In vielen Armaturen vorhanden. Personen mit Nickeallergie unter Umständen betroffen.
Cadmium:
Chronische Nierenschäden, wird als kanzerogen eingestuft.
Weitere chemische Prarameter:
Antiomon, Arsen, Benzo(a)pyren, Eisen, Epicglorhydrin, Nitrit, PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Trihalogenmethane, Vinylchlorid. Weitere Paremeter je nach Verdachtsmoment. Der Untersuchungsumfang wird einzeln festgelegt.
Grenzwerte:
Grenzwerte in KBE gemäß Anlage 1: (KBE = Kollonie Bildende Einheiten)
Escherichia Coli (E.coli) à 0 / 100 ml
Enterokokken à 0 / 100 ml
Coliforme Bakterien à 0 / 100 ml
Gesamtkeime (22°C/36°C) à max. 100 / 1ml
Legionellen à 100-1000 / 100 ml (Jedes Gesundheitsamt kann regional den Grenzwert 100 oder 1000 festlegen)
Beispiel:
100KBE auf 1ml Wasser >>
100 Millionen Keime auf 1m³ Wasser oder alle Einwohner Deutschlands und Österreichs in 1m³ Wasser!
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